Die richtigen Fotos für Fällantrag und Angebot
Welche Fotos Fachbetriebe und Behörden brauchen: Gesamtansicht, Stammfuß, Messband, Schäden und Umfeld – mit Beispielen und typischen Fehlern.
Kurz gesagt
Gute Fotos sparen Zeit: Die Stadt kann Ihren Antrag schneller einordnen, und Fachbetriebe können ein Angebot machen, ohne zuerst vorbeizukommen. Sechs Fotos genügen meist, dazu eine einfache Skizze des Grundstücks. Machen Sie sie, bevor Sie Antrag stellen oder Angebote anfragen.
Wofür Sie die Fotos brauchen
- Für den Antrag bei der Stadt: Fotos belegen Ihren Grund, etwa Schäden, Krankheit oder Gefahr. In Düsseldorf verlangt die Stadt einen Lageplan auf Anforderung; in Krefeld gehört ein aussagekräftiger Lageplan immer zum Antrag.
- Für Angebote von Fachbetrieben: Höhe, Zugang und Umfeld bestimmen den Preis. Auf guten Fotos sieht ein Betrieb, welche Technik er braucht.
- Für Ihre eigene Absicherung: Fotos vor der Fällung dokumentieren den Zustand, falls später Fragen aufkommen. In Krefeld sind sie bei Notmaßnahmen Pflicht und mindestens sechs Wochen aufzubewahren.
Diese sechs Fotos helfen
- Der ganze Baum von so weit weg, dass Krone und Stammfuß auf einem Bild sind. Am besten mit einem Haus oder einer Person daneben, damit die Größe erkennbar ist.
- Der Stamm mit Maßband in der Messhöhe, die Zahl gut lesbar. Bei mehreren Stämmen jeden Stamm einzeln. Wie Sie messen: Stammumfang richtig messen.
- Die Messhöhe mit einem Zollstock vom Boden bis zum Maßband.
- Der Stammfuß rundherum, mit Wurzelanlauf und Boden.
- Schäden im Detail: Risse, Pilze, abgestorbene Äste, Höhlen, angehobene Platten oder Risse an Mauern.
- Das Umfeld: Abstand zu Haus, Garage, Zaun und Leitungen, dazu der Weg vom Baum zur Straße.
So werden die Fotos brauchbar
- Tageslicht: Fotografieren Sie bei Tageslicht und mit der Sonne im Rücken.
- Krone im Winter: Ohne Laub sind Totholz, Risse und Nester viel besser zu sehen. Wer im Sommer fotografiert, ergänzt am besten Detailaufnahmen der Äste.
- Querformat für den ganzen Baum, Hochformat für den Stamm.
- Datum festhalten: Die meisten Handys speichern es automatisch. Schicken Sie Fotos als Datei, nicht als Bildschirmfoto.
- Dateinamen: etwa „baum-1-stamm.jpg“, wenn es um mehrere Bäume geht.
Eine einfache Skizze genügt
Für den Lageplan reicht meist eine Skizze: Grundstücksgrenzen, Haus, Garage und Nebengebäude, dazu jeder betroffene Baum mit einer Nummer. Schreiben Sie zu jeder Nummer Baumart, Stammumfang und, wenn möglich, den Kronendurchmesser. Ein Screenshot aus einem Online-Kartendienst, auf dem Sie die Bäume einzeichnen, tut es auch.
Nachbarn und Privatsphäre
Achten Sie darauf, dass keine Personen und keine Einblicke in Nachbargärten oder -fenster erkennbar sind. Müssen Sie den Baum vom Nachbargrundstück aus fotografieren, fragen Sie vorher.
Häufige Fragen
Reichen Fotos statt eines Ortstermins?
Für ein erstes Angebot oft ja. Die Stadt sieht sich den Baum vor der Entscheidung aber in der Regel selbst an, in Düsseldorf wie in Krefeld.
Muss ich den Kronendurchmesser messen?
Nicht genau. Schätzen Sie ihn in Metern, etwa indem Sie die Krone am Boden abschreiten.
Wie schicke ich die Fotos?
Per E-Mail oder über das Online-Formular der Stadt. Fachbetriebe nehmen Fotos meist per E-Mail oder Messenger entgegen.