Prüfmethodik des Baum-Checks
Wie der Baum-Check zu seiner Einordnung kommt: Reihenfolge der Prüfung, Schwellen je Stadt, Grenzbereich und was der Check nicht beurteilen kann.
Kurz gesagt
Der Baum-Check wendet die geprüften Regeln Ihrer Stadt auf Ihre Angaben an. Er fragt in einer festen Reihenfolge, und der erste Punkt, der ein Ergebnis ergibt, entscheidet. Jede Einordnung nennt ihre Begründung und die Paragrafen, auf denen sie beruht. Wo eine sichere Einordnung nicht möglich ist, sagt der Check das offen, statt zu raten.
Woher die Regeln kommen
Grundlage sind dieselben Regeln, auf denen auch die Stadtseiten beruhen: der amtliche Wortlaut der Baumschutzsatzung jeder Stadt, Angaben der Stadt selbst und das Bundesnaturschutzgesetz. Jede Regel ist einem Paragrafen zugeordnet und mit Datum geprüft. Wie wir Quellen auswählen und aktualisieren, steht unter Quellen und Aktualisierung.
Eine Stadt erscheint im Check erst, wenn alle Regeln, die er braucht, amtlich belegt sind.
Die Reihenfolge der Prüfung
- Stadt: Liegen für Ihren Ort geprüfte Regeln vor? Wenn nicht, gibt der Check keine Einordnung.
- Eigentum: Steht der Baum auf städtischem Grund, ist die Stadt selbst zuständig. Ergebnis C.
- Standort: Wald, Außenbereich, Kleingärten und Schutzgebiete fallen oft nicht unter die Satzung, dort gelten andere Regeln. Ergebnis C, auch wenn Sie „Weiß nicht“ angeben.
- Tiere: Leben Tiere im Baum, muss der Artenschutz fachlich geprüft werden, unabhängig von der Satzung. Ergebnis C.
- Besonderer Schutz: Ersatzpflanzungen und Bäume, die ein Bebauungsplan festsetzt, sind unabhängig von ihrer Größe geschützt. Ergebnis A.
- Zustand: Wo die Satzung abgestorbene Bäume ausdrücklich ausnimmt, wie in Krefeld, ist ein toter Baum nicht geschützt. Ergebnis B.
- Baumart: Nimmt die Satzung Obstbäume aus, wie in Düsseldorf, ist ein Obstbaum nicht geschützt. Ergebnis B. Ist das nicht eindeutig geregelt, wie derzeit in Krefeld, Ergebnis C.
- Stammumfang: Erst jetzt zählen die Zentimeter. Fehlt der Messwert, gibt es keine Einordnung (Ergebnis C).
Die Reihenfolge ist bewusst gewählt: Erst kommen die Fragen, die eine Einordnung nach der Satzung ausschließen oder ersetzen, zuletzt der Messwert. So bekommt niemand ein „Genehmigung nicht nötig“, obwohl im Baum Vögel brüten oder der Baum gar nicht unter die Satzung fällt.
Wie der Stammumfang bewertet wird
Jede Stadt hat ihre eigene Schwelle und ihre eigene Regel für mehrstämmige Bäume. Der Check übernimmt sie unverändert aus der Regelbasis:
- Einstämmige Bäume: geschützt ab dem Schwellenwert der Stadt, in Düsseldorf und Krefeld ab 80 Zentimetern.
- Mehrstämmige Bäume: je nach Stadt zählt der stärkste Stamm, die Summe aller Stämme oder beides. In Düsseldorf genügt ein Stamm mit 50 Zentimetern, in Krefeld müssen die Stämme zusammen 80 Zentimeter erreichen.
Grenzbereich: Schon wenige Zentimeter Messfehler können das Ergebnis ändern. Liegt ein Wert bis zu 5 Zentimeter unter oder weniger als 5 Zentimeter über der Schwelle, gibt der Check deshalb Ergebnis C und empfiehlt, nachzumessen. Liegt ein Wert weiter darunter, ist das Ergebnis B, liegen alle Werte klar darüber, Ergebnis A.
Die drei Ergebnisse
- A: Genehmigung wahrscheinlich nötig. Der Baum fällt nach Ihren Angaben unter die Satzung.
- B: Genehmigung wahrscheinlich nicht nötig. Der Baum liegt unter der Schwelle oder ist ausgenommen. Fällzeitraum und Artenschutz gelten trotzdem.
- C: Bitte genauer klären. Ihr Fall hängt von etwas ab, das sich online nicht sicher beurteilen lässt.
Zu jedem Ergebnis nennt der Check die nächsten Schritte in Ihrer Stadt und, aufklappbar, die Rechtsgrundlagen mit Fundstelle.
Was der Check nicht kann
- Er prüft nicht, ob der Baum standsicher oder krank ist.
- Er weiß nicht, ob ein Bebauungsplan Ihren Baum schützt, wenn Sie es selbst nicht wissen.
- Er kann nicht beurteilen, ob die Stadt einen Grund für eine Fällung anerkennt.
- Er ersetzt keine Auskunft der Behörde und keine Rechtsberatung.
Wie wir die Prüfung absichern
Die Einordnung ist eine feste Regel, keine Schätzung: Gleiche Angaben ergeben immer das gleiche Ergebnis. Sie wird bei jeder Änderung automatisch getestet, für jede Stadt mit eigenen Fällen, etwa Grenzwerte, mehrstämmige Bäume, Obstbäume oder abgestorbene Bäume. Ändert sich eine Satzung, ändern wir die Regel an einer Stelle, und Check, Stadtseiten und Vergleichstabellen folgen gemeinsam.
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